Leben mit Demenz

Sie sind mit der Diagnose "Demenz" konfrontiert. Es ist völlig verständlich, wenn Sie sich nun verunsichert fühlen.

Wir möchten Ihnen Mut machen, sich mit der Krankheit und der neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen um trotzdem selbst aktiv zu bleiben. Dafür haben wir für Sie auf dieser Seite erste Informationen und Anregungen zusammengestellt, die Ihnen Antworten auf wichtige Fragen und Orientierung geben sollen.

Für individuelle Anfragen nehmen Sie gerne mit einem unserer Netzwerkpartner in Ihrer Nähe Kontakt auf.

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Immer noch Ich

Man sollte sich der Krankheit stellen, was soll ich sonst damit machen?
Robert Klein, 59 Jahre

Ich habe mein Leben so aufgebaut, dass die Krankheit nicht im Vordergrund steht.
Martin Herbst, 78 Jahre

Ich habe mich schon lange damit beschäftigt, mein Mann und meine Tochter machen da mit. Es ist schon so weit, dass sie wissen was ich möchte. Ich bin in guter Position.
Luise Konrad, 71 Jahre

Zitate Betroffener aus dem "Praxishandbuch TrotzDemenz" von der Alzheimer Gesellschaft München e.V., 2014.

Ja, es stimmt - eine Demenz ist ein starker Einschnitt in Ihrem Leben. Vieles wird sich für Sie ändern.

Aber - die Diagnose ist auch eine Erklärung für irritierende Beobachtungen, die Sie bereits jetzt im Alltag verunsichern. Diese haben nun einen Namen und es kann nach Wegen und Hilfen gesucht werden.

Es gibt keine allgemeinen Regeln, wie mit der Diagnose "Demenz" umzugehen ist, denn jeder Mensch ist anders. Suchen Sie die Dinge, die Ihnen gut tun. Wir wollen Ihnen mit den folgenden Tipps und Anregungen dabei helfen.

Bleiben Sie aktiv und dabei

Auch wenn Ihnen mit einer Demenz einiges schwerer fällt - Seien Sie mutig und bleiben Sie dabei!

Auch mit einer Demenz können Sie sich weiter aktiv am Leben beteiligen. Mit Dingen, die Sie immer gerne getan haben und die Ihnen bisher wichtig waren erleben Sie sicher weiterhin viele gute Momente. Für manch Schönes haben Sie jetzt vielleicht sogar die Zeit, die Sie vorher nicht hatten.

Im Kasten finden Sie Anregungen, die Ihnen helfen können.

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  • Teilen Sie Ihre Sorgen mit vertrauten Personen.

Das hilft Ihnen, aber auch Ihre Angehörigen werden Sie dann besser verstehen können. Auch für sie ist die Situation neu und sie müssen sich damit auseinandersetzen.

  • Haben Sie Mut, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen,

dann ist auch mit einer Demenz Vieles noch möglich. Dazu gehört auch, dass Sie Hilfen annehmen und Neues wagen.

  • Geben Sie Hobbys und Dinge, die Sie gerne tun, nicht gleich auf.

Lassen Sie sich wenn nötig dabei helfen.

  • Setzen Sie sich nicht unter Druck, wenn im Alltag etwas schwerer fällt.

Es ist in Ordnung, wenn manches länger dauert oder Sie Hilfe benötigen. Oft können Dinge auch vereinfacht werden.

  • Bleiben Sie in Kontakt mit anderen Menschen,

auch wenn Ihnen dies jetzt schwerer fällt. Ziehen Sie sich nicht zurück, Einsamkeit macht oft mutlos.

  • Bleiben Sie aktiv und mobil.

Bewegung trainiert Muskeln, Koordination und Gleichgewicht und bringt Freude.