Informationen für Angehörige

Sie begleiten, betreuen oder pflegen einen Menschen mit Demenz. Das bedeutet tägliche Herausforderungen.

Auf dieser Seite finden Sie erste Anregungen und Tipps zum wertschätzenden Umgang mit betroffenen Personen. Diese sollen Ihnen helfen, sich auf die veränderte Situation einzustellen.

Für individuelle Anfragen nehmen Sie gerne mit einem unserer Netzwerkpartner in Ihrer Nähe Kontakt auf.

Frau demenz spaziergang

Hilfreiche Umgangsregeln

für einen gelingenden Alltag und ein wertschätzendes Miteinander

Die 10 wichtigsten Regeln

  • Nehmen Sie den Menschen respektvoll so an, er ist. Er kann sein Verhalten nicht mehr ändern.
  • Weisen Sie die Erkrankte nicht auf Fehler hin. Lassen Sie "richtige" Informationen eher ins Gespräch einfließen. Spenden Sie Lob und Anerkennung für alles, was die Erkrankte noch kann.
  • Unterstützen Sie sie bei allen Tätigkeiten, die sie noch selber tun kann.
  • Unternehmen Sie Dinge mit ihr, die Sie gerne tut.
  • Vermeiden Sie sinnlose Diskussionen und Streit mit dem Erkrankten.
  • Versuchen Sie Beschuldigungen zu überhören.
  • Versuchen Sie nicht die Sichtweise des Erkrankten zu verändern. Dies ist seine Realität.
  • Gehen Sie auf die Gefühle der Erkrankten ein. Sie bleiben bis zum Schluss erhalten.
  • Geben Sie dem Kranken das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Wertschätzung.
  • Lachen Sie zusammen, aber nicht über die Erkrankte.
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Goldene Kommunikationsregeln

  • Die Erkrankte findet oder versteht oft nicht mehr das "richtige" Worte und den Inhalt der an sie gerichteten Aufforderungen.
  • Sie kann einem längeren Gespräch oder einem Gespräch mit mehreren Personen nicht mehr folgen.
  • Seien Sie geduldig mit dem Erkrankten.
  • Verwenden Sie einfache vertraute Wörter.
  • Bilden Sie kurze Sätze.
  • Sprechen Sie langsam und deutlich, aber nicht lauter als gewöhnlich.
  • Lassen Sie der Erkrankten Zeit für eine Reaktion.
  • Vermeiden Sie Quizfragen.
  • Vermeiden Sie Ironie, Reizwörter und Doppeldeutigkeiten.
  • Achten Sie auf die Körpersprache der Erkrankten.
  • Unterstützen Sie ihre Sprache mit Körpersprache und Gesten.
  • Vermeiden Sie Doppeltätigkeiten, wie Fernsehen und gleichzeitig Essen. Loben Sie den Erkrankten.
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Vorschläge für die Beschäftigung

  • Altbekannte Spiele, wie Halma, Mensch ärgere dich nicht, Rommee, evtl. auch mit vereinfachten Regeln
  • Tanzen
  • Legen Sie eine Erinnerungskiste an
  • Wolle aufwickeln, abwickeln lassen
  • Zeitungen, Schrauben sortieren lassen
  • Blumenzwiebeln setzten, gießen
  • Gemeinsames Kochen und Backen
  • Gemeinsame Hausarbeiten, wie Fegen, Staubwischen, Spülen, Wäsche zusammenlegen
  • Gedichte rezitieren
  • Sprichwörter ergänzen
  • Gemeinsames Singen, Musik anhören, Tierfilme oder Musiksendungen
  • Alte Fotos, Ansichtskarten, Bilder anschauen und von früher erzählen
  • Besuche uns kleine Ausflüge machen
  • Spaziergänge
  • Zeitung, Märchen, Gedichte vorlesen
  • Gespräche über altägliches, wie Kindheit, Beruf oder Hobbys
  • Handmassagen